Skip to main content

Die beliebtesten Armbanduhren im Review

Taucheruhren – Sportliche Uhren für Taucher

Taucheruhren

Taucheruhren

Wer eine sportliche Uhr sucht, die auch noch möglichst alltagstauglich ist, der greift sehr häufig zu einer Taucheruhr. Die meisten Uhren haben eine bestimmte Wasserdichtigkeit. Diese soll das Uhrwerk bei Regen, hoher Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser schützen. Denn Wasser in einer Uhr beschädigt das Uhrwerk und das Zifferblatt. Doch für die Verwendung im Wasser sind Uhren, die nur wasserdicht sind, ungeeignet. Taucheruhren sind vor allem Uhren für den professionellen Gebrauch, sie eignen sich jedoch auch gut für das Tragen im Alltag.

Für die Verwendung im Wasser beim Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen sollte eine Taucheruhr verwendet werden. Besonders für Taucher sind qualitativ hochwertige Taucheruhren wichtig, um die Dekomprimierungszeit beim Auftauchen zu überwachen. Diese Uhren gibt es als analoge Uhr mit Quarz- oder Automatikuhrwerk, aber auch als digitale Variante. Wir zeigen, worauf es beim Kauf einer Taucheruhr wirklich ankommt.

Der Kanalschwimmer – der Vorgänger der Taucheruhr

Die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze war ein Star ihrer Zeit. Sie durchschwamm 1928 als erste Frau die Meerenge von Gibraltar und erlangte 1931 den Weltrekord im Dauerschwimmen. Noch vor diesen Erfolgen wollte sie 1927 als erste Frau den Ärmelkanal durchschwimmen und wurde gleichzeitig eine der ersten Sportlerinnen, die als Werbeträgerin genutzt wurde.

Hans Wilsdorf, der alleinige Besitzer von Montres Rolex S.A, schenkte ihr die neueste Entwicklung seines Unternehmens – die Rolex Oyster. Sie war weltweit die erste patentierte und wasserdichte Uhr mit einem mechanischen Handaufzug. Die Schwimmerin Mercedes Gleitze scheiterte aufgrund des schlechten Wetters kurz vor der französischen Küste, doch die Werbeaktion war ein voller Erfolg. Trotz acht Stunden im kalten Wasser funktionierte die Uhr noch einwandfrei. Durch diesen Triumpf wurde Rolex eine der bekanntesten Uhrenmarken. Nur vier Jahre später wurde das Nachfolgermodell die Oyster Perpetual vorgestellt. Dieses wiederum war die erste wasserdichte Automatikuhr für Damen.

Die ersten echten Taucheruhren für Marinetaucher

Das Militär hatte ein besonderes Interesse an Taucheruhren für ihre Kampfschwimmer. Zum einen war die Uhr wichtig, um die Tauchzeit und die Auftauchzeit zu überwachen, anderseits müssen Kommandounternehmen auf die Sekunde genau getaktet sein. Entsprechend wurden die ersten Taucheruhren von der Marine verwendet. Es lässt sich nicht genau bestimmen, welche Taucheruhr das erste Modell ihrer Art war. Jedoch war die erste in Serie und als Taucheruhr vermarktete Uhr die CK679 Marine von Omega. Die Uhr war eigentlich gar nicht für Tauchgänge gedacht, sondern als robuste Alltagsuhr. Sie besaß ein Stülp-Gehäuse – ein zweites Außengehäuse – und bereits Saphirglas, welches für die Wasserdichtigkeit sorgte.

Das Militär entdeckte die besonderen Fähigkeiten der Uhr erst vier Jahre später. Sie versenkte die Uhr im Genfer See. Dabei hielt die Uhr einer Wassertiefe von 73 Metern stand. Bei späteren Versuchen erreichte sie sogar eine Tiefe von 135 Metern ohne Schaden zunehmen. Doch trotz des Erfolgs beim Militär war sie auf dem freien Markt nicht erfolgreich. Sie musste manuell mit der Hand aufgezogen werden, dies machte es jedoch nötig die äußere Verschalung zu entfernen. Für den Endkunden war der Aufwand im Vergleich zum Nutzen zu gering.

Echte Tauchuhren nur mit DIN 8306 oder ISO 6425

Die meisten Uhrenmarken geben häufig die Wasserdichtigkeit in Bar und der maximalen Tauchtiefe an. So erweckt eine Uhr mit dem Aufdruck Wasserdicht bis 3 Bar bzw. 30 Metern, dass mit der Uhr auch bis auf diese Tiefe getaucht werden könnte. Doch tatsächlich bezieht sich diese Angabe auf die DIN 8310. Damit diese erfüllt ist, muss die Uhr 30 Minuten einem Meter tiefen Wasser oder 90 Sekunden in 20 Meter tiefen Wasser überstehen, ohne dass Flüssigkeit eindringt. Außerdem hat bereits der Druck aus der Wasserleitung 3 Bar, womit diese Uhren nicht einmal zum Duschen verwendet werden sollten.

Erst ab 10 Bar Widerstand ist eine Uhr zum Schwimmen und Schnorcheln in flachen Gewässern geeignet. Jedoch handelt es sich nur um echte Taucheruhren, die der nationalen DIN8306 oder der ISO 6425 entsprechen. Diese Tauchuhren müssen mindestens bis 200 Meter dicht sein. Die Uhrenhersteller müssen bei Taucheruhren garantieren, dass diese zwei Stunden in dieser Wassertiefe dicht bleiben. Die Uhren müssen darüber hinaus antimagnetisch sein, sie müssen einen Schlag von 4,43m/s standhalten und danach darf die Gangabweichung maximal eine Minute betragen.

Hohe Anforderungen an professionelle Taucheruhren

Da Salzwasser sehr aggressiv ist, müssen Taucheruhren 24 Stunden in Salzwasser überstehen ohne sichtbare Veränderungen. Außerdem muss eine Zeitspanne eingestellt werden, damit der Taucher seine maximale Tauchzeit überprüfen kann. Dafür kommt bei analogen aber auch digitalen Taucheruhren ein Tauchring zum Einsatz. Dessen Nullstellung wird auf den Minutenzeiger gestellt, wodurch die Zeit abgelesen werden kann. Er darf sich weiterhin nur im Uhrzeigersinn drehen lassen, damit dem Taucher nicht versehentlich die Luft ausgeht, weil er den Ring in die falsche Richtung gedreht hat.

Auch im trüben Wasser oder in großer Tiefe lassen sich zertifizierte Taucheruhren aus einer Distanz von 25 Zentimetern ablesen. Zusätzlich werden Belastungstest mit wechselnden Druck und Temperaturverhältnissen vorgenommen. Die DIN8306 schreibt, abweichend von der ISO 6425, eine maximale Gangabweichung bei Taucheruhren von -4 und +6 Sekunden am Tag vor. Während Automatik-Taucheruhren ohne Batterie auskommen, werden Quarz-Taucheruhren durch eine Batterie angetrieben. Der Wechsel sollte nur von einem Fachmann vorgenommen werden, da nur dieser die entsprechenden Werkzeuge besitz, um die Wasserdichtigkeit zu erhalten.

Nützliche Sonderfunktionen und Komplikationen bei Taucheruhren

Sehr praktisch für den Taucher sind Taucheruhren, die den Tauchcomputer ersetzen können. Sehr viele Modelle sind mittlerweile mit einem Tiefenmesser und teilweise einem Manometer ausgestattet. Wird dies durch eine auf der Lünette angebrachte Dekompressionstabelle ergänzt, wird der Auftauchvorgang vereinfacht. Dabei kann auch ein integrierter Alarm nützlich sein. Ebenfalls sind fluoreszierende Zeiger oder ein beleuchtetes Zifferblatt bei Tauchgängen in großen Tiefen bzw. bei schlechter Sicht vorteilhaft.