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Die beliebtesten Armbanduhren im Review

Funkuhren – sekundengenaue Hightech Uhren

Funkuhren

Funkuhren

In Mainflingen bei Frankfurt am Main stehen mehrere 200 Meter hohe Masten. Sie sind Teil des DCF77 Langwellensenders. Von dieser Anlage erhalten alle Funkuhren in Deutschland nicht nur die aktuelle Uhrzeit, sondern auch das aktuelle Datum. Die Masten besitzen eine Reichweite von rund 2000 Kilometern. Funkuhren sind vor allem etwas für Leute, die keinen Wert auf eine emotionale Armbanduhr legen. Wenn eine Uhr nur die Zeit möglichst präzise anzeigen soll, dann ist diese Art von Armbanduhren die perfekte Wahl.

Somit ist der Empfang des Signals theoretisch noch in Irland und Tunesien möglich. Da sich Funkwellen jedoch strahlenförmig ausbreiten, können Hindernisse wie die Alpen oder schlechtes Wetter das Funksignal behindern. Die Zeit wird durch eine Cäsium-Atomuhr in Braunschweig vorgegeben, die in 30.000 Jahren ca. 1 Sekunde abweicht. Wir zeigen, worauf es beim Kauf einer Funkuhr zu achten gilt und welche Besonderheiten bei dieser Uhrenart vorherrschen.

Die Übermittlung der Zeit per Funk

Die Idee die Zeit mittels eines Funksignals zu übermitteln, wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts geboren. Doch fehlten die technischen Möglichkeiten Signale über große Entfernungen zu senden bzw. diese Signale automatisch zu decodieren. So blieb auch die Idee einer Funkuhr von Howard Grubb 1898 zunächst nur ein Gedankenspiel. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Uhrzeit via Funk gesendet. Jedoch nicht automatisiert und ausschließlich für die Seefahrt. Schiffe konnten mit diesen ein bis zweimal täglich gesendeten Daten ihre Schiffschronometer korrekt einstellen und somit die Genauigkeit der Navigation verbessern.

Das Patent von Wolfgang Hilberg Die Erfindung der modernen Funkuhr geht auf den deutschen Ingenieur Wolfgang Hilberg zurück. Dieser war frustriert über seine schlecht funktionierende Wohnzimmeruhr. Also begann er an einer funkgesteuerten Uhr und das dazugehörige Signal zu basteln und konnte schließlich 1967 ein Patent anmelden. Die ersten Prototypen folgten 1972. Ein Jahr später begann die Physikalisch-Technische Bundesanstalt die Uhrzeit zu senden. Parallel versuchte Hilberg bei den großen Uhrenherstellern für seine Idee zu werben. Zwar zeigten sich die Uhrenfabrikanten interessiert, doch erst nach Ablauf der Patentrechte 1986 wurden die ersten Funkuhren von Junghans und Kundo für den Massenmarkt hergestellt. Es handelte sich hierbei um große Tisch- und Wanduhren. Die erste Herrenfunkarmbanduhr war 1990 die MEGA 1 von Junghans.

Die Funktionsweise von Funkuhren

Funkuhren besitzen eine Antenne, über die das Zeitsignal aus Mainflingen empfangen wird. Die Uhr wertet das Signal stündlich oder einmal täglich aus. Das geschieht in einem Mikrocomputer oder einer integrierten Schaltung. Diese stellen die neue Uhrzeit ein, indem der Schrittmotor der Uhr angesteuert wird. Danach läuft die Uhr regulär weiter, bis zum nächsten Zeitabgleich.

Mittlerweile gibt es auch alternative Trägersignale, so können bestimmte Uhren das GPS Signal oder normale Radiosignale nutzen. Aufgrund der integrierten Antenne und zusätzlicher Elektronik sind Herren- und Damenfunkarmbanduhren etwas dicker als klassische Armbanduhren. Mittlerweile existieren auch Solarfunkuhren bei denen der Batteriewechsel entfällt.

Funkuhren im Ausland nutzen

Wenn sich die Funkuhren noch im Sendebereich der deutschen Sendeanlage befindet, kann bei hochwertigen Modellen die Zeitzone manuell verstellt werden oder die Uhr erkennt diese sogar automatisch. Außerdem gibt es weltweit eine Sendeanlage in den Vereinigten Staaten, eine in England, zwei in Japan und eine in China. Diese nutzen jedoch eine andere Trägerfrequenz als der DCF77. Dadurch können viele Funkuhren diese Signale nicht analysieren.

Günstige Funkwecker beginnen ohne ein Startsignal gar nicht mit der Zeitzählung und bleiben bei 0:00 Uhr stehen. Quarzuhren funktionieren normal weiter, sollten jedoch für eine Nutzung im Ausland manuell verstellbar sein. Einige Funkuhren sind auch in der Lage die Zeitsignale der USA und England zu analysieren. Casio bietet auch Armbanduhren an, die das chinesische und japanische Signal nutzen können.